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Übersetzung
aus dem Englischen

Hans-Werner Franz

 

Dortmund, Februar 1998

 

AKTEUR Evaluation MANAGEMENTÜBERPRÜFUNG Prozess
ARBEITSANALYSE FEEDBACK MODELL Qualifikation
AUDIT Humankapital Monitoring QUALITÄT
Aufgabenanalyse INDIKATOR MULTIPLIKATOREFFEKT Referenzbedingungen
Ausbildung am Arbeitsplatz INPUT OPPORTUNITÄTSKOSTEN Reliabilität
ÄUSSERE FOLGEERSCHEINUNGEN ISO ORGANISATION RÜCKKOPPLUNG
Bedarfserhebung KONTROLLE OUTPUT STAKEHOLDER
BERICHT Korrespondenz Praktikum Synergie
ECONOMIES OF SCALE KOSTEN PREIS Training on the job
EFFEKTIVITÄT Kostenevaluation nach Phasen, Output oder Prozesselementen PRODUKTIVITÄT Tutor
EFFIZIENZ KOSTEN-NUTZEN-ANALYSE PROGRAMM Weiterbildung
EINKOMMENSVERLAUFSANALYSE Lernen PROJEKT ZIEL
ENDNUTZEN LOGISCHER RAHMEN Projektmanagement
ERFÜLLUNG VON ANFORDERUNGEN MACHBARKEITSSTUDIE Projektzyklus

 

 

AKTEUR

Person oder Institution, die in irgendeiner Weise am Bildungsprozeß beteiligt ist. Akteure können nach den folgenden Kategorien gruppiert werden:

  1. ENTSCHEIDUNGSTRÄGER oder POLITISCHE AKTEURE sind Akteure, die für die Initiierung bestimmter Bildungsprogramme oder -projekte verantwortlich sind. Dabei kann es sich zum einen um finanzierende Einrichtungen handeln, etwa öffentliche oder private Körperschaften (Unternehmen, internationale Organisationen, Regierungen), die Bildungsmaßnahmenprogramme fördern; zum anderen können dies Bildungsunternehmen sein, also Individuen oder Unternehmungen, die Bildungsuchenden gegen Bezahlung Bildungsdienstleistungen auf dem Markt anbieten.
  2. Bildungsmanager oder diejenige Person, die für die Durchführung von Bildungsmaßnahmen verantwortlich ist und sich um die organisatorischen (Management) oder didaktischen (Bildner) Angelegenheiten kümmert.
  3. EinzelNutzer, d.h. diejenige Person, die an einer beruflichen Bildungsmaßnahme teilnehmen möchte, um ihr Humankapital zu vergrößern und eine Weiterbildung oder Qualifizierung zu erhalten, die für sie von Bedeutung ist.
  4. Institutionelle Nutzer, d.h. eine Agentur, Organisation oder ein Unternehmen, die eine Bildungsmaßnahme auswählt, mit deren Hilfe sie bestimmte Ziele verfolgen kann.

 

 

ARBEITSANALYSE

Bewertung und Analyse von Aufgaben, Qualifikationsanforderungen und Tätigkeiten im Hinblick auf ihre Funktionen (Dauer, Bezug zu Regeln und Kosten)

 

 

AUDIT

Verfahren zur Feststellung, ob und inwieweit eine Bildungsmaßnahme (verstanden als Input, Output und Organisationsanweisungen) den zuvor festgelegten Struktur-und Verfahrensstandards entsprichten (z.B. ISO).

 

 

Aufgabenanalyse

Tätigkeit auf der Grundlage von Daten, die im Rahmen der Arbeitsanalyse gesammelt wurden mit dem Ziel, Verfahren, Methoden und Werkzeuge zu analysieren und zu beschreiben und Ergebnisstandards festzulegen.

 

 

Ausbildung am Arbeitsplatz

Bildungsaktivitäten, die dadurch gekennzeichnet sind, daß sie direkt am Arbeitsplatz durchgeführt werden. Die Lerner erhalten Unterstützung durch Tutoren und/oder Experten mit Spezialqualifikationen.

 

 

ÄUSSERE FOLGEERSCHEINUNGEN

Es handelt sich dabei um (positive oder negative) Folgeerscheinungen eines Projekts, die nicht Gegenstand des Tauschvorgangs sind. So kann ein Projekt z.B. umweltschädlich sein, einigen Unternehmen den Start einer bestimmten Aktivität erleichtern, usw.. Diese Folgeerscheinungen erscheinen nicht in der Finanzbuchhaltung des Projekts.

 

 

Bedarfserhebung

Im Rahmen des Designs der Bildungsmaßnahme die Vorphase. In diesem Stadium definieren die relevanten Akteure das Projekt (die Maßnahme), die Ziele, Verfahren und zur Durchführung erforderlichen Maßnahmen sowie die zu erwartenden Ergebnisse.

 

 

BERICHT

Hauptinstrument der Datensammlung. Wichtige Ausarbeitung zur Beschreibung der bedeutendsten Aspekte des Bewertungsgegenstands.

 

 

ECONOMIES OF SCALE

Im allgemeinen bezieht man sich hier auf Situationen, in denen die Investitionskosten/Einheit bei gleicher Beschäftigung umso mehr sinken, je größer die Anlage ist. Dieses Konzept kann auch auf die Betriebs- und Produktionskosten übertragen werden. In der Bildung: Einsatz von Kursen oder Kursmodulen für eine größere Anzahl von Bildungsteilnehmern aus benachbarten Lerngebieten.

 

 

EFFEKTIVITÄT

Das Maß, in dem ein Projekt oder Programm die zum Zeitpunkt der Planung und Programmierung vorgegebenen Zielsetzungen erreicht hat.

 

 

EFFIZIENZ

Verhältnis zwischen INPUT (menschlichem und materiellem) und erreichtem OUTPUT. Hohe Effizienz liegt dann vor, wenn vorgegebene Ziele zu möglichst geringen Kosten erreicht werden konnten.

 

 

EINKOMMENSVERLAUFSANALYSE

Technik zur Bewertung von Bildungsprojekten, die auf der Idee aufbaut, daß die Entwicklung der Löhne und Gehälter, die ein Arbeitnehmer im Laufe seines Berufslebens erhält, dem Beitrag entsprechen, den dieser in der Produktion geleistet hat. Die theoretische Grundlage dieser Analyse besagt, daß die Investititonen in Bildung und Ausbildung die Fähigkeiten und das Wissen des Arbeitnehmers verbessern und sich im Verlauf der Zeit positiv auf das Einkommen der Ausgebildeten auswirken (vgl. Humankapital).

 

 

ENDNUTZEN

Die durch das Projekt verursachte Steigerung des Nutzens. Wird normalerweise gemessen als Zuwachs an Gütern und Dienstleistungen oder ihres Werts, der sich als Folge des Projekts ergibt.

 

 

ERFÜLLUNG VON ANFORDERUNGEN (Korrespondenz)

Die Entsprechung von Bildungsergebnis und Anforderungen der Akteure und Nutzer.

 

 

Evaluation

Überprüfung einer Bildungsmaßnahme unter dem Gesichtspunkt der Entsprechung von Mitteln und Zielen. Die Bewertung geschieht anhand eines Sets von Verfahren und Indikatoren, womit festgestellt werden kann, in welchem Umfang spezifische objektivierte Funktionen, die vom Entscheidungsträger des Prozesses festgelegt wurden, erreicht worden sind. Die Evaluation kann unterschieden werden nach:

  1. EX-ANTE-BEWERTUNG
    Kritische Prüfung zu Beginn eines Projekts anhand der ursprünglichen Projekbeschreibung. Die Vorausbewertung selektiert und klassifiziert die verschiedenen Lösungen nach folgenden Gesichtspunkten: 1) technische, ökonomische und institutionelle MACHBARKEIT; 2) Kosten-Nutzen-Verhältnis: Die Vorausbewertung geht der Bewilligung des vorgeschlagenen Projekts durch die zuständigen Stellen unmittelbar voraus.
  2. Begleitende Bewertung
    Bewertung der Maßnahme während ihrer Durchführung, um Anhaltspunkte für einen erfolgreichen Abschluß der Maßnahme zu gewinnen.
  3. EndBEWERTUNG
    Bewertung eines Projekts, nachdem dieses abgeschlossen ist. Dabei soll geprüft werden, ob und wie das Projekt die vorgegebenen Zielsetzungen erreicht hat (EFFIZIENZ und EFFEKTIVITÄT) und angemessene Lösungen für zukünftige ähnliche Projekte beiträgt.
  4. Bewertung der Auswirkungen
    Bewertung der Wirkungen einer Maßnahme auf den betreffenden Akteur zu einem bestimmten Zeitpunkt nach Abschluß der Maßnahme.

 

 

FEEDBACK (siehe RÜCKKOPPELUNG)

 

 

Humankapital

Von Wirtschaftswissenschaftlern verwendeter Begriff für Investitionen in Qualifikation. Dies kann sich auf berufliche Bildung ebenso wie auf Erfahrung beziehen. Es wird angenommen, daß die Löhne und Gehälter diese Investition widerspiegeln.

 

 

INDIKATOR

Qualitative und/oder quantitative Maßgaben, die für verschiedene Aspekte des zu evaluierenden Vorgangs als Näherungen dienen. Ein Indikator soll komplexe Erscheinungen darstellen und ihre Entwicklung im Zeitverlauf messen. Anforderungen, die ein Indikator erfüllen sollte, sind: Relevanz für die AKTEURE, Signifikanz, leichte Anwendbarkeit, Zuverlässigkeit (Reliabilität) der Meßwerte, Aussagefähgikeit, Wiederholbarkeit im Zeitverlauf. Im Rahmen der Bewertung muß ein kausaler Zusammenhang zwischen den gewählten Indikatoren und dem Set vorgeschlagener Ziele bestehen.

 

 

INPUT

Materielle und immaterielle Ressourcen, die in ein Projekt gesteckt werden, um einen OUTPUT und die Projektziele zu erreichen.

 

 

ISO

International Organization for Standardization, die Internationale Organisation für Normung wurde 1964 von den Normungsbehörden (UNI) ins Leben gerufen, um einheitliche Normen zu entwerfen und zu verbreiten.

 

 

KONTROLLE

Die Gesamtheit der im vorhinein festgelegten Aufsichts- und Problemlösungsaktivitäten, die einen korrekten Projektverlauf gewährleisten sollen.

FINANZKONTROLLE: Rechnungsprüfung, betrifft die gesamte Finanzdokumentation eines Projekts und ihre Übereinstimmung mit Verwaltungsrichtlinien sowie zivil- und strafrechtlichen Normen.

Fachliche KONTROLLE: Verwaltungsfunktion zur Prüfung, ob der Input (Humanressourcen, Ausstattung, Material) den fachlichen und internationalen Vorgaben sowie den Vergabebedingungen entsprechen.

 

 

Korrespondenz (siehe Erfüllung von Anforderungen)

 

 

KOSTEN

Was gezahlt werden muß (quantifizierbar oder nicht) als Gegenwert für etwas anderes, häufig bezogen auf den Erwerb von INPUT. Man unterscheidet zwischen direkten und indirekten KOSTEN; der Unterschied zwischen beiden ist, daß die letzteren bei der Berechnung des Projektertrags nicht berücksichtigt werden. Unter die indirekten Kosten fallen die Kosten für den Umweltschutz und die soziale Vorsorge, die getrennt berechnet werden, da sie nicht in der Finanzbuchhaltung des Projekts geführt werden. Die Kosten können zu MARKTPREISEN und SCHATTENPREISEN berechnet werden. In diesem Fall spiegeln sie eine alternative Verwendung der für die Güterproduktion eingesetzten Ressourcen (OPPORTUNITÄTSKOSTEN) wie auch politische Zielsetzungen wider.

 

 

Kostenevaluation nach Phasen, Output oder Prozesselementen

Angewendet auf einen Bildungsprozeß, handelt es sich dabei um eine Methode zur Quantifizierung (in Geld) der Kosten aller Bestandteile der Bildungsmaßnahme oder von Ausrüstung. Diese Kosten werden dann auf Standardeinheitskosten zurückgeführt, um die für die Aus- oder Weiterbildung einer Person, für eine bestimmte Bildungs-Zeiteinheit oder eine bestimmte Bildungsphase erforderlichen Ressourcen quantifizieren zu können.

 

 

KOSTEN-NUTZEN-ANALYSE

Verfahren zur Bewertung oder Evaluation eines Vorhabens durch die Gegenüberstellung von Projektkosten und -nutzen. Die Ergebnisse können auf verschiedene Weisen ausgedrückt werden, unter anderem durch den INTERNEN RENTABILITÄTSSATZ (d.h. der sich nach dem Ertragsgrad des Projekts bemißt) und den NETTOAKTUALWERT (d.h. dem Unterschied zwischen dem Wert von Nutzen und Kosten zu einem bestimmten Projektzeitpunkt). Obwohl die Berechnung der finanziellen Vorteile eine Art Kosten-Nutzen-Analyse ist, gibt sie den Nettoertrag eines Projekts für die Wirtschaft doch nur unzureichend an. Marktpreise reflektieren oft nicht den wirklichen wirtschaftlichen Wert von INPUT und OUTPUT unter Berücksichtigung der relativen Knappheit (oder OPPORTUNITÄTSKOSTEN) oder der Wirtschaftspolitik widerspiegelt. In diesen Fällen greift man auf Preise der kakulatorischen wirtschaftspolitischen Ziele oder SCHATTENPREISE und nationale Parameter zurück, um eine ökonomische Kosten-Nutzen-Analyse durchzuführen.

 

 

KOSTENWIRKSAMKEITSANALYSE oder Kostenminimierungsanalyse

Eine Evaluationsmethode, um alternative Techniken eines Projekts zu vergleichen, wenn die Sachziele vorgegeben sind und der Wert des Projektnutzens, z.B. im Bereich der Bildung, Gesundheit und Berufsausbildung, nicht adäquat gemessen werden kann. Unterstellt, daß der (nicht quantifizierbare) Nutzen die Kosten übersteigt und erforderliche Korrekturen wegen Nutzenunterschieden der möglichen Alternativen vorgenommen werden, wird Kostenminimierung Ziel der Analyse.

 

 

Lernen

Prozeß, der zu einer relativ stetigen Veränderung der Kenntnisse und/oder des Verhaltens und/oder der Qualifikation des Akteurs führt.

 

 

LOGISCHER RAHMEN

Ein Instrument, das Ziele, Tätigkeiten, Hypothese und Bedingungen eines Projekts oder Programms in einer Matrix hierarchisch ordnet. Anhand des logischen Rahmens kann man das Design einer bestimmten Aktivität oder eines integrierten Aktivitätenpakets überprüfen, zugleich gibt er das Verhältnis zwischen Projektaktivitäten und -zielen an. Die Verwendung eines logischen Rahmens macht es möglich, integrierte Programme zu konstruieren, die im Hinblick auf Effizienz und Effektivität verläßlich sind und erlecihtert zudem die Durchführungsplanung, das Monitoring und die Evaluation (s. Commission of the European Communities, Manual - Project Cycle Management - Integrated Approach and Logical Framework Brüssel, Februar 1993)

 

 

MACHBARKEITSSTUDIE

Forschungstätigkeit mit dem Ziel, alle fachlichen Optionen bei der geplanten Durchführung einer bestimmten Aktivität und ihre Durchführbarkeit unter gegebenen Bedingungen zu untersuchen. Eine Machbarkeitsstudie umfaßt normalerweise fachliche, finanzielle, soziale und institutionelle Aspekte einer Bildungsmaßnahme.

 

 

MANAGEMENTÜBERPRÜFUNG (Management Review)

Elementarer Bestandteil der Führungsaufgabe, bestehend aus einem breiten Spektrum von Monitoring- und Feuerwehraktivitäten mit dem Ziel, eine zufriedenstellend Projektdurchführung zu gewährleisten. Sie ist of ein Kernelement der Kontrollmethoden des Managements und ist vom persönlichem Stil und Herangehensweise geprägt.

 

 

MODELL

Methodisches Konstrukt, mit dem unterschiedliche, in einem Wechselverhältnis zu einander stehende Elemente als Ganzes dargestellt werden. Gleichzeitig werden die grundlegenden Verbindungen und Beziehungen dieser Elemente untereinander klar definiert. Damit soll eine reproduzierbare Bezugsgrundlage für Design und Evaluation von Aktivitäten geschaffen werden, die mit diesen Elementen verbunden sind.

 

 

Monitoring

Eine Managementfunktion, mit der durch systematische Datenerhebung überprüft wird, ob der Projekt-Input ausreichend ist, wichtige Akteure angemessen ausgebildet und qualifiziert sind, die laufenden Aktivitäten den Referenzbedingungen entsprechen und die in den Arbeitsplänen vorgegebenen Zielsetzungen erreicht werden. Ein Grundmerkmal von Evaluation im Bildungsbereich ist die Verbindung zwischen Monitoring und ERFÜLLUNG DER ANFORDERUNGEN (Korrespondenz).

 

 

MULTIPLIKATOREFFEKT

Die Fähigkeit einer Bildungsmaßnahme, einen positiven Wirkungskreis ins Leben zu rufen und somit zu erreichen, daß sich deren wichtigste Elemente weiter verbreiten (Übertragbarkeit) oder die gleiche Bildungsarbeit unter - was die EFFEKTIVITÄT UND EFFIZIENZ betrifft - günstigeren Bedingungen wiederholt werden kann. Der Grad der Übertragbarkeit eines Bildungsprojekts hängt von der Verfügbarkeit einer vollständigen Dokumentation der im Zuge der MACHBARKEITSSTUDIEN gesammelten Daten ebenso ab wie von der Bereitschaft der beteiligten AKTEURE, ihr berufliches Wissen und Können wirksam zur Geltung zu bringen.

 

 

OPPORTUNITÄTSKOSTEN

Verzichtswert. Die Opportunitätskosten von Gütern oder Dienstleistungen sind die Kosten für das, was man hätte erwerben/erhalten können, wenn man knappe Ressourcen in anderer Weise eingesetzt hätte. Zum Beispiel sind Opportunitätskosten für den Arbeitstag einer Person die Kosten für das, was diese hergestellt hätte, wenn sie statt der Arbeit für das Projekt ihre gewöhnliche Arbeit verrichtet hätte.

 

 

ORGANISATION

Die Art und Weise, wie Menschen interagieren (in Ausführung unterschiedlicher Aufgaben mit demselben Ziel zusammenarbeiten), um vereinbarte oder vorgegebene Ziele zu bestimmen oder zu verwirklichen.

 

 

OUTPUT

Konkrete Güter oder Dienstleistungen, die mit dem INPUT hergestellt werden sollen.

 

 

Praktikum

Bildungsmaßnahme im Bereich des wirklichen beruflichen, sozialen und organisatorischen Umfelds, das für die Tätigkeitsanforderungen charakteristisch ist. Das Praktikum kann der Orientierung, dem Erwerb von Kenntnissen oder Fertigkeiten oder der unmittelbaren Vorbereitung auf eine Beschäftigung dienen.

 

 

PREIS

Der Begriff gliedert sich in: 1) den MARKTPREIS oder den Preis von Gütern auf dem Binnenmarkt; 2) den WIRTSCHAFTLICHEN PREIS, der den relativen Wert von Input und Output widergibt, wenn der Zweck des Wirtschaftens in der Maximierung der Erzeugung liegt. Von Einkommensverteilung und anderen Zielen außer Effizienz wird hier abgesehen; 3) den SCHATTENPREIS bzw. den Preis, der den sozialen Wert von Gütern und Dienstleistungen angibt; 4) den SOZIALEN PREIS bzw. den Preis, der den Wert widergibt, den die Gesellschaft einem OUTPUT zuschreibt. Er berücksichtigt nicht nur die EFFIZIENZ der Produktion, sondern auch wichtige soziale Zielsetzungen wie eine gleichmäßigere Einkommenverteilung, die Herstellung von weniger Konsumgütern, die von der Gesellschaft als schädlich eingestuft werden (Alkohol, Tabak), und eine Steigerung in der Produktion von Gütern, die Grundbedürfnisse befriedigen (Bildung, berufliche Bildung).

 

 

PRODUKTIVITÄT

Das Verhältnis zwischen Input und Output, die zur Herstellung benötigt werden. Die Produktivität wird üblicherweise mit Quotienten berechnet, die mit Hilfe von Indices die Veränderung der eingesetzten Ressourcen im Verhältnis zu den produzierten Gütern und Dienstleistungen messen. Veränderungen der Arbeitsproduktivität werden mit einem Index gemessen, bei dem die aufgewandten Arbeitsstunden durch den OUTPUT geteilt werden.

 

 

PROGRAMM

Eine Reihe verschiedener Aktionen und Initiativen in verschiedenen Wirtschaftsbereichen, die alle die gleichen Zielsetzungen haben.

 

 

PROJEKT

Eine bestimmte Aktion oder einige zusammenhängende Aktivitäten, die die vorgegebenen ZIELE in einer bestimmten Zeitspanne gemäß einem genauen Aktionsplan erreichen sollen (hier in Verbindung mit Bildung häufig auch als Maßnahme bezeichnet). Ein Projekt kann Teil eines PROGRAMMS sein.

 

 

Projektmanagement

Die Koordination und Steuerung der unterschiedlichen Bestandteile eines Projekts.

 

 

Projektzyklus

Die sechs Stadien eines Projektes sind: (1) Design und indikative Planung; (2) Identifizierung (vorläufige Betrachtung der Machbarkeit); (3) Formulierung (Machbarkeit); (4) Finanzierung; (5) Umsetzung und Monitoring; (6) Evaluation. (s. Commission of the European Communities, Manual - Project Cycle Management - Integrated Approach and Logical Framework Brüssel, Februar 1993)

 

 

Prozess

Gesamt miteinander verbundener Aktivitäten, die in Zeit und Raum so strukturiert sind, daß sie einen gegebenen INPUT in einen spezifischen OUTPUT verwandeln.

 

 

Qualifikation

Strukturiertes Ganzes von Kenntnissen, Fertigkeiten und Verhalten, das zur Ausführung bestimmter Aufgaben befähigt. Ein Qualifikationsaudit ist eine Überprüfung der Qualifikationen der Belegschaft.

 

 

QUALITÄT

Gemäß der ISO ist Qualität das Gesamt von Regeln und Merkmalen eines Gut oder einer Dienstleistung, die ihre Fähigkeit bestimmen, die expliziten oder impliziten Anforderungen oder Bedarfe der beteiligten Akteure zufriedenzustellen. Bei der Evaluation von beruflicher Bildung ist Qualität ein Globalindikator. Merkmale einer guten Qualität des Produkts Ausbildung sind hohe Niveaus bei EFFIZIENZ, EFFEKTIVITÄT, ERFÜLLUNG DER ANSPRÜCHE (Korrespondenz) wie auch ein hoher MULTIPLIKATOREFFEKT.

 

 

Referenzbedingungen

Das Gesamt der Hauptaspekte eines Projekts, mit dem die Inhalte des beruflichen Bildungsvorhabens ausführlich beschrieben werden. Die Beschreibung muß mindestens umfassen: 1) eine Beschreibung der ProjektZIELE, Bildungsergebnisse und -fortschritte; 2) eine ausführliche Auflistung der geplanten Aktivitäten mit einer Beschreibung der wichtigsten INPUTs, didaktischen Methoden und des OUTPUTs; 3) eine Kostenschätzung für die Vorhabensdurchführung; und 4) Angaben zu den Organisations- und Planungskriterien der Aktivitäten.

 

 

Reliabilität

Im Rahmen eines Bildungsprojekts ist Sicherheit gegeben, wenn man auf erprobte, anerkannte Lösungen zurückgreifen kann, die in der Lage sind, einen positiven QUALITÄTsstandard in der Ausbildung zu gewährleisten.

 

 

RÜCKKOPPLUNG

Dieser Begriff umfaßt zwei Aspekte der Maßnahmenbewertung: 1) die Verwendung der im Zuge des Monitoring sowie bei der Begleit- und/oder Endevaluation gesammelten Daten als Maßgabe zur Verbesserung er laufenden oder folgender Maßnahmen; 2) das Ergreifen von Gegenmaßnahmen zur Behebung der im Zuge der Bewertung ermittelten Schwachstellen der Maßnahme.

 

 

STAKEHOLDER (siehe AKTEUR)

 

 

Synergie

Die Gesamtheit des INPUTs, der einer Organisation für ein Projekt zur Verfügung steht. Wir benutzen den Begriff Synergie zur Beschreibung einer Situation, bei der die Gesamtheit der Input-Quantität größer ist als die Summe der Einzelinputs durch jeden einzelnen Angehörigen der Organisation.

 

 

Training on the job (siehe Ausbildung am Arbeitsplatz)

 

 

Tutor

Derjenige Akteur bei einer Berufsbildungsmaßnahme, der 1) den Lernprozeß unterstützt, erleichtert, aktiviert und fördert und 2) dem Berufsbildner (Ausbilder, Dozent) hilft und die Seminararbeit koordiniert.

 

 

Weiterbildung

Bildung, die dem Erhalt und der Weiterentwicklung der Qualifikationen unterschiedlicher Beschäftigtengruppen dienen.

 

 

ZIEL

Der Zweck eines Projekts oder Programms. Das Maß, in dem eine Zielsetzung erreicht wird, muß von Indikatoren in einem LOGISCHEN RAHMEN gemessen werden können. Bei Maßnahmen der beruflichen Bildung besteht das Ziel der Maßnahme in der Veränderung (im Sinne von Anhebung und Verbesserung) der Qualifikation der betreffenden Nutzer.